Paramankeni | Indien

ein Fischerdorf in Süd-Indien 10 Jahre nach der Tsunami-Katastrophe

Paramankeni ist ein kleines Fischerdorf an der Ostküste Süd-Indiens, ca. 90 km südlich von Chennai auf der Straße nach Pondicherri. 235 Häuser wurden dort seinerzeit vom Tsunami vollständig zerstört. In Paramankeni wurde den Menschen, die vorwiegend vom Fischfang lebten, die Existenzbasis genommen. Boote mit der kompletten Ausrüstung (Motoren, Netze etc.) wurden zerstört oder vom Meer verschluckt. Zerstörte Häuser und Schulgebäude und der massive Verlust ihrer Boote, Netze und Außenbordmotoren beraubte die ausschließlich von der Fischerei lebenden Menschen ihrer wirtschaftlichen Lebensgrundlagen.

Eine Reihe deutscher Hilfsorganisationen hat geholfen, dieses Dorf wiederaufzubauen. Die „Karl-Kübel-Stiftung“ hatte die Aktion „Hessen hilft den Flutopfern“ initiiert und war in der Lage, 202 Häuser in Paramankeni wieder aufzubauen: 26 Häuser mit der Unterstützung von „Hessen hilft“, 75 Häuser mit der „Andheri Hilfe“ und 101 Häuser mit der Hilfe von „Caritas“.

Heute, mehr als 10 Jahre nach der Katastrophe hat sich das Fischerdorf gut entwickelt. Die Häuser sind liebevoll ausgebaut und erweitert worden. Nahezu jede Veranda ist mit Fliesen gestaltet, Kinder spielen auf den betonierten Wegen, Frauen verarbeiten immer noch die Kokosfasern zu Seilen, eine Tätigkeit, die im Rahmen der ersten Hilfsmaßnahmen im Jahr 2005 in den Notaufnahmelagern anfinanziert worden war.